SCHLAFQUALITÄT: wie natürliche Magnetfelder Einfluss auf diese nehmen

Ein Überblick

Magnetfelder und ihre Wirkung auf den Organismus. Eine Untersuchung des Max-Planck Instituts für Biochemie wies bereits 1993 auf die Bedeutung der Schlafrichtung im Erdmagnetfeld hin.

Die Untersuchungen zeigten: Alleine schon das Schlafen in Nord-Süd Richtung führte im Vergleich zur Ost-West Richtung zu einer Verbesserung der Tiefschlaf-Phasen.

Auch die Zeitspanne zwischen dem Einschlafen und dem Auftreten der ersten REM-Phase (Schlafphase mit Träumen) war um 7% kürzer als bei Ost-West-Schläfern. Das bedeutet, der Schläfer kommt schneller in die sehr wichtige Traumphase. Die Schlafqualität wird auch aus der Sicht der Traumphase besser, wenn man das Bett nach der Nord-Süd-Achse ausrichtet. Das Institut bestätigt damit eine uralte Regel. Es spielt übrigens keine wesentliche Rolle, ob der Kopf gegen Süden oder gegen Norden ausgerichtet ist.

Weitere schlaffördernde gesundheitserhaltende Faktoren

1. Verarbeitete Materialien

Je natürlicher die Materialien von Bett, Teppich, Möbel, Zubehör, und anderen Stoffen im Schlafraum sind, umso mehr entspricht das einer naturgemässen Umgebung und umso wohler fühlt sich der Mensch (auch wenn das vielen nicht bewusst wird).

2. Elektromagnetische Störfelder ausschließen

Vermeiden Sie die Nutzung von Handys im Schlafzimmer (auch Ladestationen) sowie generell DECT Telefone im Haus, welche permanent eine gepulste Strahlung abgeben. Schalten Sie Ihre W-Lan Anlagen während der Nacht besser ab und sorgen Sie dadurch für weniger Belastung im Bereich der Hochfrequenz. Auch elektrische Geräte wie Radiowecker, TV, Laptop, Spielkonsole etc. sollten einen guten Mindestabstand vom Kopf des Schläfers haben, sonst wird die Zirbeldrüse in ihrer natürlichen Aktivität gestört und das für den Schlaf und die Regenerierung notwendige Melatonin kann nicht ausreichend gebildet werden.

3. Auch die richtige Raumtemperatur ist wichtig

Sorgen Sie dafür, dass die Schlafraumtemperatur richtig eineingestllt ist. Optimal sind 18 Grad, der Schlafraum soll, wenn es irgendwie möglich ist nicht über 20 Grad haben. Auch eine gute Belüftung ist wichtig und der Schlafraum sollte möglichst frei von störenden Geräuschen (von außen sowie von innen) und gut abgedunkelt sein (zu viel Lichteinfall stört ebenso die Melatoninproduktion).

Quellen: Max-Planck Institut für Biochemie und IPN-Forschung

Hilft Kaffee wirklich gegen Parkinson?

Koffein mindert Verklumpung
Vor nicht allzu langer Zeit galt Kaffee (und seine vielen verschiedene Inhaltsstoffe) als schädlich. Heute erkennen Forscher, dass das koffeinhaltige Getränk immer mehr als Gesundmacher einzustufen ist. So hilft Koffein nachweislich z.B. bei chronischem Stress und stärkt das Gedächtnis. Dass Kaffee trinken auch vor Leberzirrhose schütz, Diabetes vorbeugen und sogar unsere DNA (Erbmasse) vor Brüchen bewahren kann, sind recht neue Erkenntnisse.

Neue Untersuchungen zeigen: Koffein mindert Verklumpung

Der Forscher Tiago Outeiro von der Universitätsmedizin Göttingen und seine Kollegen haben in letzter Zeit genauer untersucht, ob und wie der Wirkstoff Koffein bei Parkinson gegen den Tod der Hirnzellen schützen kann. Epidemiologische Studien legen nahe, dass schon ein mäßiger Kaffeekonsum das Parkinson-Risiko absenken kann. Für ihre Studie analysierten nun die Forscher, wie Koffein auf bestimmte Rezeptoren im Gehirn wirkt, welche als Andockstellen für die zellgiftigen Proteinansammlungen bei Parkinson dienen.

Es zeigte sich in den Versuchen, dass das Koffein diese sogenannten Adenosin A2A Rezeptoren blockiert. Dadurch konnten die Vorstufen der schädlichen Proteinklumpen nicht anlagern und sich nicht zu den ausgewachsenen Plaques verbinden. "Koffein und koffeinähnliche Substanzen kontrollieren also offenbar die späteren Stadien der α-Synuklein-Aggregation und verhindern dadurch die Ausbildung einer synaptischen Neurotoxizität", erklärt Outeiro. Koffein führte durch diese Rezeptorblockade dazu, dass in den Experimenten deutlich weniger Nervenzellen starben als ohne dem Kaffeeextrakt. Die Anzahl an Zellen, in denen sich die schädlichen α-Synuklein-Aggregate angereichert hatten, war zudem ebenfalls gesenkt. Nach Ansicht der Forscher könnte dies erklären, warum Kaffee dem parkinsontypischen Niedergang der Gehirnzellen entgegenwirkt.

Und "Kaffee hat mittlerweile den Status eines Grundnahrungsmittels erreicht, das macht diese Verbindung besonders interessant", sagt Koautorin Luisa Lopes vom Institut für Molekulare Medizin in Lissabon. Tatsächlich wird Koffein bereits in klinischen Studien als Mittel zur Symptomlinderung bei Parkinson getestet! "Natürlich ist ein erhöhter Kaffeekonsum kein geeigneter Therapieansatz", betont die Forscherin. Anm.: Aber vorbeugend kann ein vernünftiger Kaffeekonsum sicher nicht schaden.
Quelle: Cerebral Cortex, 2016; doi: 10.1093/cercor/bhv268; Universitätsmedizin Göttingen, 18.03.2016 - NPO

Neue Studie: Körperliche Aktivitäten haben einen entzündungshemmenden Effekt

Immer in Bewegung

Immer in Bewegung bleiben - Pasquale Trotta

Körperliches Training ist gut für die Gesundheit – eine Aussage, die wahrscheinlich jeder schon einmal von seinen Eltern oder von seinem Arzt gehört hat. Besonders kontinuierliches Ausdauertraining ist bekannt dafür, vor gefäßverengenden Herzkreislauferkrankungen wie Arteriosklerose und Koronarthrombose zu schützen. Der sitzende Lebensstil westlicher Gesellschaften ist ein wichtiger Risikofaktor für diese Krankheiten, die sich durch regelmäßiges Sporttreiben leicht vermeiden ließen.

Neben dem positiven Einfluss auf die persönliche Fitness haben die Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln kürzlich weitere interessante neue Ergebnisse veröffentlicht. Unter der Leitung von Prof. Bloch konnten sie einen direkten entzündungshemmenden Effekt von Ausdauertraining auf das Immunsystem nachweisen. Um zu verstehen, wie körperliche Aktivität einen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen hat, muss man wissen, aus welchen Bestandteilen das Immunsystem besteht.

Das Immunsystem: B- und T-Zellen

Zunächst einmal besteht das Immunsystem aus zwei Teilen: der angeborenen und der adaptiven Immunabwehr. Die erste Barriere, die angeborene Immunantwort, besteht aus spezifischen Zellen, die in der Lage sind, eindringende Organismen aufgrund von charakteristischen Mustern zu identifizieren und durch Verschlingen zu eliminieren. Neben diesem „unspezifischen“ System besteht das menschliche Immunsystem noch aus der erworbenen bzw. adaptiven Immunabwehr. Dieses raffinierte System basiert auf den sogenannten Lymphozyten. B- und T-Zellen treten in Aktion, wenn ein eindringender Organismus durch die angeborene Immunantwort nicht vollständig vernichtet wird. B-Zellen haben die Fähigkeit, hoch spezifische Antikörper gegen Pathogene zu bilden, während T-Zellen fremde Organismen erkennen. Anschließend können die T-Zellen die Bakterien selbstständig oder in Kooperation mit den B-Zellen vernichten, was gleichzeitig zur Produktion von Antikörpern führt. Um das Zusammenspiel der verschiedenen Lymphozytenpopulationen zu koordinieren, hat der menschliche Körper verschiedene lösliche Faktoren entwickelt, sogenannte Zytokine. Zellen, die körperfremde Strukturen (z.B. Viren oder Bakterien) erkennen, setzen entzündungsfördernde Zytokine frei, um weitere Lymphozyten anzulocken und eine Entzündung in Gang zu setzen, mit dem Ziel, das Pathogen anzugreifen. Nach der erfolgreichen Vernichtung des Eindringlings muss sich das Immunsystem selbst wieder herunterregeln, sodass entzündungshemmende Komponenten wieder dominieren. Bei einem gesunden Menschen ist dieses System eng reguliert und entzündungsfördernde und entzündungshemmende Bestandteile halten sich die Waage. Wenn dieses ausbalancierte System außer Kontrolle gerät, können chronische Entzündungen wie Autoimmunkrankheiten und Allergien die Folge sein. Der Körper verliert seine Immuntoleranz und das Immunsystem greift daraufhin die eigenen Körperzellen an, weil es sie für fremde Strukturen hält. Die Immuntoleranz wird hauptsächlich durch regulatorische T-Zellen (TReg-Zellen) aufrechterhalten. TReg-Zellen supprimieren direkt andere Effektor-T-Zellen, setzen entzündungshemmende Zytokine frei und kontrollieren so die adaptive Immunabwehr. Daher sind TReg-Zellen von entscheidender Bedeutung, um die Immunhomöostase aufrechtzuerhalten, und ihre Fehlfunktion ist mit einer Vielzahl von Autoimmunkrankheiten verbunden.

 

Entzündungshemmender Effekt von Ausdauertraining auf das Immunsystem

In ihrer Arbeit haben Prof. Bloch und seine Kollegen die Zellpopulation des Immunsystems untersucht. Es sollte geprüft werden, welchen Einfluss körperliche Aktivität auf den entzündungshemmenden Teil des Immunsystems hat. Dazu wurden 245 deutsche Spitzensportler aus 27 olympischen Disziplinen (z.B. Basketball, Rudern, Sportgymnastik, Boxen und Triathlon) hinsichtlich ihres Fitnessniveaus und der Anzahl ihrer TReg-Zellen getestet. Um die aerobe körperliche Fitness festzustellen und das jeweilige Trainingsprogramm zu charakterisieren, wurde die maximale Sauerstoffaufnahme der Testpersonen bestimmt.

Wie erwartet zeigten die Sportler derjenigen Sportarten, in denen Ausdauer leistungsentscheidend ist, eine höhere maximale Sauerstoffaufnahme (z.B. Rudern und Triathlon). Interessanterweise korreliert die Anzahl der TReg-Zellen auch mit dem Fitnessniveau der Testpersonen innerhalb der Kohorte, d.h. je höher die maximale Sauerstoffaufnahme, desto höher die Anzahl der TReg-Zellen im Blut. Gesunde Kontrollpersonen (Freizeitsportler) zeigten eine signifikant geringere TReg-Zellen-Anzahl als die Sportler. Überraschenderweise stellten die Wissenschaftler einen Unterschied zwischen Männern und Frauen fest: In dieser Studie hatten die Frauen eine um 10% geringere TReg-Zellen-Anzahl als die Männer – wahrscheinlich sind Hormone dafür verantwortlich, die einen Effekt auf die Homöostase dieser Art von Immunzellen haben. Diese Beobachtung bietet eine mögliche Erklärung dafür, dass Frauen ein höheres Risiko haben, Autoimmunkrankheiten zu entwickeln, so die Wissenschaftler. Um nachzuweisen, dass die Zunahme von TReg-Zellen im Blut mit einem höheren Ausmaß an Training in Verbindung steht, wurden die Sportler in 3 Kategorien eingeteilt, die von einer geringen bis zu einem hohen Ausdauerniveau reichten. Sportler mit dem besten Fitnessniveau hatten eine signifikant höhere TReg-Zellen-Anzahl als Sportler aus den beiden anderen Gruppen. Diese Beobachtung war geschlechtsunabhängig; sowohl männliche als auch weibliche Sportler zeigten diese Tendenz.

Daraus ergibt sich die Frage, ob sich die TReg-Zellen-Anzahl durch ein Hochintensitätstrainings-Programm erhöhen lässt. Deswegen wählten die Autoren das deutsche Hockeyteam als unabhängige Kohorte aus, um mit ihr ein langfristiges Trainingsprogramm durchzuführen und die Veränderung der TReg-Zellen-Anzahl zu beobachten. Sowohl vor dem Beginn der hoch intensiven Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele in London 2012 als auch am Ende der Beobachtungsphase vor dem olympischen Hockeyturnier wurden Blutproben genommen. In London gewann das Team sieben Spiele in zwölf Tagen und errang die olympische Goldmedaille. Während der Testphase erhöhte sich die TReg-Zellen-Anzahl der Hockeyteam-Mitglieder im Durchschnitt um 12,9%. Einige Spieler konnten ihren Wert sogar verdoppeln.

Diese Daten belegen eindrucksvoll einen trainingsabhängigen Anstieg der TReg-Zellen-Anzahl und einen direkten Einfluss von Ausdauertraining auf das Immunsystem. Darüber hinaus veranschaulichen sie, wie Lebensstilfaktoren – wie etwa regelmäßiges Ausdauertraining – die Balance des Immunsystems in Richtung eines vorherrschend entzündungshemmenden Status beeinflussen können. Potenziell könnte der trainingsinduzierte entzündungshemmende Effekt die Schwere von Autoimmunkrankheiten wie multiple Sklerose, Typ-I-Diabetes, Psoriasis und Myasthenia gravis abschwächen.

Obwohl eine hohe Trainingsbelastung positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat, kann sie auch kontraproduktiv werden, wenn sie übertrieben hoch ist: Andere Studien zeigen, dass übertrainierte Sportler eher an Atemwegsinfektionen leiden. Dies ist wahrscheinlich auf die erhöhte TReg-Zellen-Anzahl und daher auf den stärker entzündungshemmenden Status des Immunsystems zurückzuführen.

Ein regelmäßiges Training mit moderater Intensität jedoch reduziert offensichtlich chronische Entzündungen und sollte daher Patienten empfohlen werden, die an Autoimmunkrankheiten leiden.

„Diese Beobachtungen veranschaulichen, dass Lebensstilfaktoren die Immunfunktion beeinflussen können“ Prof. Dr. Wilhelm Bloch 

 

Mehrtägiges Fasten kann unser Immunsystem vollständig erneuern

Neue Forschung
Der Forscher Dr. Valter Longo, Professor für Gerontologie an der USC Davis School of Gerontology in Los Angeles, hat die Auswirkungen des Fastens bei Mäusen und Menschen erforscht. Er hat beobachtet, dass, wenn diese Säugetiere fasteten, sich ihre weißen Blutkörperchen verminderten. Das Ergebnis war, dass der Körper alte Immunzellen recycelte, wodurch die Produktion von neuen Immunzellen ausgelöst wurde. Im Wesentlichen wirkt Fasten als eine Art von Entgiftung, Ausräumen des Alten und tiefgründige Erneuerung.

Hintergrund: Die Forscher von der University of Southern California in Los Angeles stellten fest, dass regelmäßiges, längeres Fasten -das heißt, nicht zu essen an zwei bis vier aufeinander folgenden Tagen- nicht nur vor Schäden des Immunsystem schützt, sondern auch die Regeneration des Immunsystems fördert, insbesondere bei Patienten, die bereits ein geschwächtes Immunsystem haben. Wenn Säugetiere (wie auch der Mensch) fasteten, verminderten sich dabei ihre weißen Blutkörperchen. Das Ergebnis ist, dass der Körper die alte Immunzellen recycelte, wodurch die Produktion von neuen, gesunder Immunzellen ausgelöst wird, um die alten Immunzellen zu ersetzen.

Und das ist wichtig: Mit der Zeit können Immunzellen altern und verschleißen und nicht mehr auf optimalem Niveau funktionieren. Es wurde bisher angenommen, dass es nicht viel gibt, was getan werden könnte, um dies zu überwinden, abgesehen von einer Stammzellen-Behandlungen.

Periodische Fasten-Zyklen: eine neue Möglichkeit das Immunsystem zu optimieren

Nun zeigen die neuesten Forschungsergebnisse, dass periodische Fasten-Zyklen tatsächlich eine Art von regenerativem Schalter im Inneren des Körpers schalten können, die Signalwege für hämatopoetische Stammzellen zu ändern, die sowohl Blut und Immunität erzeugen.
Dr. Longo dazu: "Wir konnten nicht vorhersagen, dass längeres Fasten solch eine bemerkenswerte Wirkung auf die Förderung einer stammzellbasierten Regeneration des blutbildenden Systems haben würde“. Und weiter: “Denn wenn man hungert, versucht der Organismus, das System Energie zu sparen und eines der Dinge, die dabei passieren, ist eine Menge der Immunzellen, die nicht aktuell benötigt werden, zu recyclen, vor allem diejenigen, die geschwächt und beschädigt sind. Bei unseren Analysen bemerkten wir, dass sowohl in unserer menschlichen Funktion, als auch beim Tier, die Anzahl der weißen Blutkörperchen bei längerem Fasten sinkt. Dann, wenn man wieder füttert, bzw. normal isst entstehen die Blutzellen wieder. Nach dieser bemerkenswerten Erkenntnis begannen wir nachzudenken, wo kommt dieser Effekt her?"

Periodisches Fasten als Immun-Booster

Es zeigte sich: Periodisches Fasten kann helfen, Autoimmunerkrankungen zu berichtigen, einschließlich derjenigen, die durch Impfstoffe verursacht wurden.
Während die Studie sich in erster Linie auf Chemotherapie-Patienten konzentrierte, deren Immunsystem durch tödliches Gift verwüstet wurde, erweiterten sich die Implikationen der Studie auch auf andere Erkrankungen, wie Autoimmunkrankheiten. Durch die Auslösung der Produktion von neuen, unbeschädigten Immunzellen, könnte das Fasten Menschen helfen, die an dem leiden, von dem das System lange behauptet hat, dass es unheilbare Krankheiten seien.

Wie sich herausgestellt hat, zwingt längeres Fasten den Körper Ansammlungen von Glucose, Fett und Ketone zu gebrauchen, sowie einen erheblichen Teil der vorhandenen weißen Blutzellen. Im Wesentlichen wirkt Fasten als eine Art von Entgiftung, Ausräumen des Alten, so kann es durch das Neue ersetzt werden. Die Forscher: Das Ergebnis des Fastens ist also im Wesentlichen die Bildung eines vollständigen neuen Immunsystems.

Insbesondere hilft längeres Fasten die Mengen eines Enzyms, das als PKA oder Proteinkinase A bekannt ist, zu reduzieren. Wie schon frühere Forschungen festgestellt hatten, stützt dieser Vorgang die Regelung der Stammzellenselbsterneuerung und Pluripotenz neben einer Erweiterung der Langlebigkeit. Längeres Fasten hilft auch IGF-1 Mengen zu verringern, ein Wachstumsfaktor-Hormon, das mit Altern, Tumorprogression und Krebsrisiko in Verbindung gebracht worden ist. Longo: "PKA ist das Schlüssel-Gen, das heruntergefahren werde muss, um die Stammzellen in einen regenerativen Modus zu schalten“.

"Es gibt das OK für die Stammzellen vorwärts zu gehen und zu wachsen, das gesamte Systems wieder aufzubauen. Und die gute Nachricht ist, dass der Körper die Teile des Systems während des Fasten los werden kann, die beschädigt sein könnten oder alt sind, sich von ineffizienten Teilen zu befreien. Nun, wenn Sie mit einem stark von Chemotherapie oder Alterung geschädigten System starten, können Fasten-Zyklen, wörtlich, ein neues Immunsystem erzeugen."

Anm.: Durch Fasten, gleichzeitig viel trinken und Bettruhe arrangierte man die Bedingungen, die der Körper brauchte, um sich selbst zu heilen. Das galt schon vor langer Zeit als einfachstes Hausmittel bei verschiedenen Krankheiten (von nicht lebensbedrohlichen Symptomen), z.B. auch bei Husten und Schnupfen. Unsere Großeltern lagen dabei also ganz richtig, sie gaben der Natur eine Chance die Gesundheit auf natürliche Art und Weise wieder herzustellen. Leider meinen die meisten von uns dafür heute keine Zeit zu haben und auch am Vertrauen in die Selbstheilungskräfte hapert es nur allzu oft. Gleich müssen Medikamente, müssen Chemiebomben her. Doch hätte der Mensch nicht in seinen Organismus die stärksten Selbstheilungskräfte eingebaut, so würde es den Menschen als Spezies nicht mehr geben.

Quelle: sciencedirect
Quelle Anm.: Eggetsberger-Info-Blog

LICHT- und innere Uhr

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Licht und Lebensenergie

Die Einstellung der Inneren Uhr ist eine Grundfunktion des Körpers: Das Gehirn ist schon von Geburt an auf die Zeitmessung programmiert, die durch die Lichtreize des Auges erfolgt. Das schließen US-Forscher aus Experimenten mit Goldhamstern, deren Sehvermögen sie nach der Geburt beeinflusst haben. Nach Ansicht der Wissenschaftler um Brian Prendergast von der University of Chicago lassen sich diese Ergebnisse vermutlich auch auf den Menschen übertragen.

Für ihre Studie verpassten die Forscher ihren Versuchstieren lichtundurchlässige Kontaktlinsen, bevor diese zum ersten Mal das Licht der Welt erblickten. Auf diese Weise waren die Hamster für die Zeit des Heranwachsens vorübergehend blind. Nachdem die Tiere ausgewachsen waren, entfernten die Wissenschaftler die Sehblockade und untersuchten nun die Wahrnehmungsfähigkeit der Tiere.

Durch die fehlenden Seheindrücke während der Entwicklung des Gehirns waren die Hamster trotz ihrer neu gewonnenen Sicht nun nicht in der Lage, Objekte oder Bewegungen wahrzunehmen. Für die Ausbildung dieser Sehfunktionen braucht das Gehirn gleichsam Training. Dieser Effekt war bereits aus früheren Studien bekannt. In weiteren Experimenten stellten die Forscher allerdings fest, dass sich der Tag-Nacht-Rhythmus der Nager immer noch durch Licht verändern ließ: Variierten die Wissenschaftler im Labor die Licht-Dunkel-Phasen, passten die Hamster ihren Schlaf-Wach-Rhythmus daran an. Diese Funktion des Sehsystems war also nicht betroffen. Folglich müsse sie schon von Anfang an angelegt sein und wird wohl nicht erst während der Entwicklung des Gehirns ausgebildet, folgern Prendergast und seine Kollegen.

Dieses Ergebnis werfe ein neues Licht auf die Entwicklung des Gehirns. Es dokumentiert den Wissenschaftlern zufolge, dass manche Sinnesfunktionen sich reizabhängig entwickeln, andere dagegen fest programmierte Grundelemente sind. Offenbar ist also das Sehsystem von Anfang an mit der Inneren Uhr fest verdrahtet, resümiert Brian Prendergast.

Quelle: Brian Prendergast (University of Chicago) et al.: PLoS One, Bd. 6, Artikel e16048, DOI: 10.1371/journal.pone.001604//

WAS UNS BESTIMMT

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Prof. Dr. Gerald Hüther

Der Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther nennt sie die beiden basalen Bedürfnisse: Verbundenheit und Wachstum. Mit diesen zwei Grundbedürfnissen kommen wir alle auf die Welt. Sie tragen uns durch das ganze Leben.
Das erste Bedürnis ist Nähe, Bindung, Verbundenheit. Die intensivste Erfahrung dazu ist die Verbindung im Mutterleib. Das zweite Bedürfnis ist Wachstum: wachsen dürfen, über sich hinaus wachsen, autonom und frei werden. Da wir bereits vor der Geburt und danach gewachsen sind, entsteht im Gehirn eine Repräsentanz durch die Erfahrung des Wachsens. Diese führt dazu, dass wir eine Erwartungshaltung entwickeln: „Wenn ich verbunden bin und wenn ich bisher gewachsen bin, erwarte ich, dass das so bleibt."

Prof. Hüther sagt, dass es diese beiden Bedürfnisse sind und nicht mehr. In der Folge ist alles, was uns mit diesen beiden Bedürfnissen in Kontakt bringt, heilsam.

Die Kunst besteht in der Vereinbarkeit dieser beiden scheinbaren Gegensätze.
Weder festgeklebt zu sein an Beziehungen noch hinausgewachsen zu sein und alle Bindungen und Wurzeln verloren zu haben. Wer hier die Balance nicht halten kann, der verspürt das jeweils andere Bedürfnis: in einer festen Beziehung wachsen zu dürfen oder bei aller Freiheit verbunden zu sein.

Die Diskrepanz aus einem mangelnden Grundbedürfnis verursacht Dauerstress.
Diesen Mangel kann kein Mensch aushalten und so entdeckt er für sich Ersatzbefriedigungen. Als Beispiele nennt Hüther Konsum, Fernsehen, Süßigkeiten, Drogen, Anstrengung in Schule oder Beruf.
Mit diesen Ersatzbefriedigungen wird vorübergehend das Unruhesystem im Gehirn außer Kraft gesetzt. Das hält jedoch nicht lange an. Nach dem Abklingen muss die Befriedigung erneuert werden. Und so entsteht eine Abhängigkeit.

Wir leben in einer Gesellschaft, die darauf angewiesen ist, möglichst viele Ersatzbefriedigungen zu brauchen. Das funktioniert, indem die beiden Grundbedürfnisse nach Wachstum und Verbundenheit verweigert werden. Wenn wir dies ändern wollen, wird unser Wirtschaftssystem nicht mehr so funktionieren wie bisher, so Hüther.

Quelle: www.unternehmermeineslebens.de 

TTIP & CETA stoppen! – Für einen gerechten Welthandel!

Im Herbst 2015 geht die Auseinandersetzung um die Handels- und Investitionsabkommen
TTIP und CETA in die heiße Phase. Beide Abkommen drohen Demokratie und
Rechtsstaatlichkeit zu untergraben und auszuhebeln. Es ist höchste Zeit, unseren Protest gegen die Abkommen auf die Straße zu tragen! Mit einer bundesweiten Großdemonstration werden wir am 10. Oktober in Berlin ein kraftvolles Zeichen setzen.
Machen sie mit!



TTIP-Demo

HYPNOSE – WAS KANN SIE WIRKLICH?

Exklusiv- Artikel

Hypnose kann nicht nur schlummernde kreative Fähigkeiten erwecken, sie dient auch dazu, die Selbstheilungskräfte bei vielen psychischen und gesundheitlichen Problemen zu aktivieren. Jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Vorstellung und jede Erwartung geht mit Veränderungen im Gehirn und im Nervensystem einher, die wir auch messen können. Das gibt uns die Möglichkeit, neue, bessere Verhaltensmuster bei den Trainierenden schnell und erfolgreich zu etablieren.

Wer die Hypnose für sich selbst einmal entdeckt hat und die klare Kraft der inneren Energien freigesetzt hat, kann sie von da an in jeder Situation seines Lebens abrufen und nutzen.
Im privaten Bereich, im beruflichen Umfeld, am Sportplatz oder auch in unterschiedlichsten persönlichen Situationen ist diese Kraft jederzeit frei verfügbar und stärkt das Selbstvertrauen.

1. Hypnose kann Ihr allgemeines Wohlbefinden verbessern:
Durch das Lösen von unbewussten und bewussten Ängsten, Hilfe bei Konzentrationsstörungen und bei Lernproblemen, Erhöhung der Gedächtnisleistung, Abbau von Unsicherheiten, Nervosität und Stress. Zur Schmerzlinderung, zur Hilfe bei Schlafstörungen und Depressionen, bei der Gewichtskontrolle, bei Suchtgefährdung, bei Migräne.

2. Hypnose kann die persönliche Entwicklung voranbringen:
Beim Persönlichkeitstraining, Verbesserung der Wahrnehmung, Leistungssteigerung.

3. Hypnose kann den Erfolg im Business steigern:
Durch Entspannungstraining, Stressfreitraining, Konzentrationstraining, Verkaufstrategietraining, Verhandlungstraining

4. Hypnose kann die Leistungsfähigkeit im Sport erhöhen:
Erhöhung der der Reaktionsfähigkeit und der Reaktionsgeschwindigkeit, Abbau von Wettkampfstress, Verbesserung der Konzentration, Erlernen von neuen Bewegungsabläufen und Techniken im Sport.

5. Hypnose und Theta-X Prozess:
Für alle, die den Theta-X Prozess durchlaufen, haben wir im Hypnoseseminar entsprechende Module eingearbeitet wie Sie beide Techniken kombinieren können.

Moderne Messtechnik - traditionelle Methoden

Hypnose - sie ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon in den alten Keilschriften aus dem 4. Jahrtausend vor Christus wird über Hypnose berichtet. In der heutigen Zeit und nach dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse, kann man die Hypnose messtechnisch nachweisen und die Prozesse, die dabei im Gehirn und im Körper ablaufen beobachten und untersuchen.

Am deutlichsten kann man den Hypnoseverlauf durch die Potenzialmessung beurteilen. Durch diese Methode ist es nicht nur möglich, die bei der Hypnose aktivierten Hirnbereiche zu lokalisieren, sondern auch durch die geeignete Messtechnologie die Tiefe der Hypnose zu überprüfen. Hypnose findet heute vor allem in der modernen Mental-Trainingspraxis Anwendung. Hypnose und die Wirkung von Suggestionen sind mit der Kontrolle durch Messtechnik noch besser einsetzbar. Auch im EEG sind Änderungen gegenüber dem Wachzustand messbar. Die Hypnose stellt alles andere als einen Schlafzustand dar, was sich aus dem verstärkten Alpha-Rhythmus im Hypnose-EEG ableiten lässt. Diese EEG-Veränderung korreliert deutlich mit der Hypnotisierbarkeit, beziehungsweise Suggestibilität einer Person.

Kann man Hypnose an einem Wochenende erlernen?

Ja, die Technik der Hypnoseeinleitung für Fremd- oder Selbsthypnose kann jeder erlernen. Nach diesem Seminar sind Sie in der Lage, eine Hypnose einzuleiten und zu vertiefen. In dieser  Grundausbildung erhalten sie die notwendigen theoretischen Grundlagen, die wissenschaftlichen Hintergründe zu den Prozessen, die bei einer Hypnose ablaufen sowie eine ausreichende praktische Einweisung. Egal, ob Sie das Thema rund um die Hypnose einfach nur interessiert, ob Sie die Hypnose als Erweiterung in Ihrer Praxis einsetzen wollen, oder ob Sie die Selbsthypnose erlernen wollen, dieses Hypnose-Spezialseminar ermöglicht es Ihnen, in kurzer Zeit und ohne Vorkenntnisse hypnotisieren zu lernen und nachhaltige, positive Veränderungen im Unterbewusstsein zu verfestigen. Der Schwerpunkt bei diesem Hypnoseseminar liegt hier auf einfachen Übungen, die man sofort durchführen und einsetzen kann. Eine echte Schritt-für-Schritt-Anleitung zu mehr Erfolg und besserer Gesundheit ist die Basis dieses Seminars.

Quelle: www,eggetsberger.net

Darf man destilliertes Wasser trinken?

Die Wahrheit

Manche Menschen schwören auf die entschlackende Wirkung von destilliertem Wasser. Andere haben Angst davor. Der Chemielehrer und mancher Apotheker warnen (leider auch heute noch aus Unwissenheit): "Niemals destilliertes Wasser trinken!"

Was ist wahr: Destilliertes Wasser zu trinken, ist problemlos möglich. Denn alleine schon durch die Magensäure und die aufgenommene Nahrung wird chemisch reines Wasser (also z.B. destilliertes Wasser) wieder mit Mineralstoffen vermengt, so dass unsere Zellen gar nicht erst damit in Berührung kommen können. Somit geht auch von einem mit destilliertem Wasser aufgebrühten Tee oder Kaffee, auf dessen feines Aroma manche schwören, nicht die geringste Gefahr aus.

Können Mineralstoffe bzw. Nährstoffe durch destilliertes Wasser aus den Zellen herausgelöst werden? NEIN! Dazu muss man wissen, dass Zellmembranen nur halbdurchlässig sind. Das heißt, es gelangen nur Wassermoleküle in die Zelle hinein bzw. hindurch, Salze oder Zuckermoleküle dagegen sind viel zu groß für einen passiven Transport durch die Membranporen hinaus.

Destilliertes Wasser ist gut!

Das destillierte Wasser ("aqua destillata") kann sogar ein Gesundheitsmittel sein, da es keine Schadstoffe wie Blei, Nitrate und Pestizide enthält und den Körper beim Säubern hilft. Doch solche Kuren sollte man nur von Zeit zu Zeit durchführen, auf keinen Fall auf Dauer. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung – und mit ihr die meisten Wissenschaftler – warnen vor dem ausschließlichen Gebrauch von destilliertem Wasser. Denn insbesondere bei einer einseitigen Ernährung entzöge das Destillat den Zellen auf Dauer Kalium- und Natriumionen und bringe so den Elektrolythaushalt des Körpers durcheinander. Besonders in heißen Zeiten, wenn viel Schweiß produziert wird, ist es besser normales Wasser -nicht unbedingt Mineralwasser- zu trinken.

Wasser ist ein wichtiges Transportmittel im Körper für viele Produkte des Stoffwechsels und für Nährstoffe, darunter wasserlösliche Vitamine, Mineralstoffe und Kohlenhydrate. Auch die Bandscheiben werden durch das im Körper befindliche Wasser elastisch und im guten Zustand gehalten. Wasser reinigt die Nieren (je weniger gelöste Stoffe darin befindlich sind, umso mehr kann die Niere gereinigt werden). Wasser ist ein Lösungsmittel für wasserlösliche Stoffe und transportiert Schadstoffe ebenso wie übermäßige Harnsäure aus dem Körper.

Kuren mit destilliertem Wasser haben Vorteile

Damit das Wasser seine wichtigste Entschlackungsfunktion – den Abtransport der giftigen Stoffwechselrückstände – wahrnehmen kann, sollte es so „leer“ bzw. so ungesättigt wie möglich sein. Was ist damit gemeint? Je weniger Mineralstoffe und andere Substanzen im Wasser enthalten sind, umso besser ist es in der Lage, die gelösten Schadstoffe aus dem Körper aufzunehmen und auszuschwemmen. Es wirkt dann quasi wie ein Magnet, zieht die Gifte und Abfallstoffe an und hält sie fest.

Dagegen stört hartes, mineralisches Wasser die Reinigung des Körpers. Es hemmt die Entschlackung und erzeugt seinerseits sogar Ablagerungen. Wenn wir nicht transportfähiges Wasser trinken, kommt es zur Eindickung unseres Blutes, in dem normalerweise das Wasser die Schadstoffe befördert. Wird die Fließgeschwindigkeit herabgesetzt, verschlechtert sich logischerweise der Abtransport und unerwünschte schädliche Stoffwechselprodukte bleiben im Körper. Langzeitstudien haben gezeigt, dass Trinkwasser sogar ernsthafte Erkrankungen mitverursachen kann, je mehr Inhaltsstoffe enthalten sind.

Quelle: IPN Forschung

SCHREIE MACHEN ANGST

Frequenzen & Amygdala

Schon lange ist bekannt, dass im Gegensatz zum normalen Sprechen laute Schreie Menschen in sofortige Alarmbereitschaft versetzen. Auch viele Säugetiere kommunizieren effizient über Schreie. Bisher war jedoch nicht bekannt, was Schreie zu solch einzigartigen Signalen macht und wie sie im Gehirn verarbeitet werden. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass sie eine eigene akustische Nische besetzen.

Frequenzbereich zwischen 30 und 150 Hz

Schreie haben Frequenzen zwischen 30 und 150 Hertz. Das sind Frequenzbereiche, wo weder Sprache noch Gesang verortet sind, wie das Team um Luc Arnal von der Universität Genf im Fachjournal "Current Biology" berichtet. Die Frequenz bestimmt die Tonhöhe.

Das normal gesprochene Wort ist auf Frequenzen von etwa 5 Hertz verortet. Die schnellen Frequenzen von Schreien produzieren Laute, die vom Menschen als störend, stressig oder aggressiv wahrgenommen werden. Daher spricht man von "rauen" Klängen. Testpersonen ordneten Töne im Versuch umso unangenehmer und "schrecklicher" ein, je rauer sie waren, teilte die Universität Genf am Donnerstag mit.

Hintergrund

Schreie, raue Laute passieren das Angstzentrum (Amygdala) im Gehirn
Die Forscher interessierten sich weiter für die spezifischen Reaktion des Gehirns auf Schreie. Dazu untersuchten sie mittels funktioneller Magnetresonanztomografie die Gehirne ihrer Probanden, während diese verschiedene Laute und Klänge hörten. Während normale Töne in erster Linie im Hörzentrum verarbeitet werden, passieren die "rauen" Laute bevorzugt den Mandelkern (Amygdala) also die alten Hirnbereiche die als die Alarmzentren des Gehirns gelten.

Diese beiden kleinen Kerne, links und rechts im Gehirn sind wie schon gesagt die "Angstzentrum" und spielen eine wichtige Rolle bei der schnellen Bewertung von Gefahrensituationen, damit der Mensch rasch auf bestimmte Reize reagieren kann.

Tatsächlich konnten die Testpersonen Geräusche zwischen 30 und 150 Hz im Raum leichter und viel schneller orten als andere. "Das zeigt, dass Schreie es ermöglichen, sehr viel schneller und besser auf Gefahren zu reagieren", sagte Mitautor David Poeppel von der New York University.

Die Forscher untersuchten neben natürlichen Geräuschen auch künstliche Töne. Es zeigte sich, dass Klänge von Alarmsystemen, die auf Gefahr hinweisen, denselben Frequenzbereich wie Schreie umfassen. Bei den ebenfalls getesteten Musikinstrumenten war dies nicht der Fall.

Die gewonnene Erkenntnis könnte für praktische Anwendungen nutzbar sein.

Die Forscher glauben, dass diese Erkenntnis sogar für praktische Anwendungen genutzt werden könnte. Viele Menschen fühlten sich überfordert von den vielen künstlichen Lärmquellen im Alltag und reagierten aggressiv darauf. Das bessere Verständnis, wie das Gehirn auf "raue" Töne reagiert, könnte helfen, die akustische Umwelt zu verbessern. (Anm.: Oder aber mann kann aufgrund dieser Erkenntnisse auch Menschen besser manipulieren, und Angst machende Frequenzen gezielt einsetzen).

Der positive Ansatz: So könnten z.B. Klangdesigner auf negativ bewertete Frequenzen z.B. zwischen 30 und 150 Hz verzichten, wenn künstlich geschaffene Signaltöne wie das Piepsen von Smartphones oder beim Schließen von Bustüren keine Gefahr anzeigen sollen.  Im Gegensatz dazu könnten aber Elektroautos, die sehr leise sind und deshalb eine Gefahr für Fußgänger darstellen, mit künstlichen Alarmsignalen auf der richtigen Frequenz ausgestattet werden. Hier gibt es noch eine große Menge von sinnvollen Anwendungsgebieten.

Quelle: Fachjournal "Current Biology" , Universität Genf , New York University