Sport regt Hirnschutz-Botenstoff an

Sport, das ist bekannt, wirkt sich nicht nur auf Ihren Körper aus, sondern kann vor Depressionen schützten bzw. diese verbessern und Ihnen einen gewissen Schutz vor Alzheimer bieten. Bisher war aber noch unbekannt, warum sich ausreichend Bewegung auf diese Art auswirkt.

Wissenschaftler der Harvard Medical School haben nun entdeckt, dass ein bestimmtes Molekül dahintersteckt – ein körperlicher Botenstoff namens Irisin. Er wird durch die Bewegung direkt im Gehirn gebildet. Seine Aufgabe: bestimmte Gene zu aktivieren, die einen speziellen Wachstumsfaktor produzieren. Es handelt sich um den brain-derived neurotrophic factor (BDNF), der Wachstum und Vernetzung von Nervenzellen im Gehirn anregt und diese vorm Absterben schützt.

Der Irisingehalt steigt durch Sport gerade in der Hirnregion, in der Informationen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis übergehen, somit ist er gravierend an Lernen und Gedächtnisleistung beteiligt. Tierversuche zeigten, dass Mäuse, die sich verstärkt bewegten, hier deutlich bessere Werte aufwiesen – im Gegenteil zu Tieren, die aufgrund bestimmter Veränderungen nur geringe Mengen Irisin produzierten.

von Dr. Martina Hahn-Hübner

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